Bambus und Wasserverbrauch – Deshalb braucht die Pflanze so wenig
Kurze Antwort: Bambus kommt in den meisten Anbaugebieten mit Regenwasser aus und braucht selten Bewässerung. Das ist der wesentliche Unterschied zu Baumwolle, die in vielen Gebieten bewässert werden muss. Das Wasser in der Herstellung des Stoffes ist aber eine andere Geschichte, und die zählt mit.
Warum die Pflanze auskommt
Bambus hat ein dichtes, oberflächennahes Wurzelwerk, das Regenwasser wirksam aufnimmt, und wächst in Klimazonen mit reichlich Niederschlag. Deshalb muss selten Wasser auf die Felder geleitet werden, wie es bei vielen anderen Kulturen der Fall ist.
Der Unterschied zu Baumwolle
Baumwolle wächst oft in trockenen Gebieten, wo die Kultur die ganze Saison bewässert werden muss. Daher stammt der große Wasserverbrauch bei Textilien, und deshalb fällt der Vergleich zwischen den beiden Pflanzen so aus, wie er ausfällt.
Das Wurzelwerk bleibt im Boden
Weil Bambus durch Abschneiden des Halms geerntet wird, bleibt das Wurzelwerk im Boden und hält die Feuchtigkeit. Der Boden liegt zwischen zwei Ernten nicht bloß, und das mindert Verdunstung und den Bedarf, neue Triebe zu bewässern.
Wo das Wasser dann genutzt wird
Das Wasser in einem fertigen Stoff wird vor allem in der Fabrik gebraucht. Die Zellulose muss gelöst, gespült und gesponnen werden, und der Stoff muss gefärbt werden. Diese Schritte brauchen am meisten Wasser und hängen an der Fabrik.
Das Färben
Färben ist meist der wasserintensivste einzelne Schritt in der Herstellung eines Kleidungsstücks. Ein dunkel gefärbtes Teil braucht mehr als ein ungefärbtes, und das gilt, ob die Faser aus Bambus, aus Holz oder aus Baumwolle stammt.
Geschlossene Kreisläufe
Manche Fabriken führen Wasser und Lösungsmittel im geschlossenen System zurück. Das gilt besonders bei Lyocell, wo das Verfahren darauf ausgelegt ist. Bei klassischer Viskose ist es seltener, und das ist ein echter Unterschied zwischen den Verfahren.
Worauf man achten kann
Man kann darauf achten, mit welchem Verfahren die Faser gemacht wurde und ob die Produktion zertifiziert ist. Beides steht auf der Seite des Artikels, wo auch die Materialzusammensetzung steht, und lässt sich über Marken hinweg vergleichen.
Was man selbst verbraucht
Wasser im Haushalt zählt auch. Eine halbe Maschine braucht fast so viel Wasser wie eine volle, und deshalb macht es einen Unterschied, volle Maschinen bei 30 Grad zu waschen statt halbe bei 40.
Die Zahlen, die man trifft
Es kursieren viele Zahlen zum Wasserverbrauch pro T-Shirt, und sie beruhen auf verschiedenen Rechenweisen. Manche zählen Regenwasser mit, andere nur aktiv zugeführtes Wasser, und deshalb können zwei Zahlen für dasselbe Teil weit auseinanderliegen.
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Die Materialzusammensetzung steht bei jedem Artikel unter Bambus Unterwäsche für Damen, Bambus Unterwäsche für Herren und Bambus Bettwäsche, und diese Angaben lassen sich vergleichen statt Worte auf einer Verpackung. Siehe auch ehrlichen Ratgeber zu Bambus und Umwelt und Waschratgeber.
Häufig gestellte Fragen
Braucht Bambus weniger Wasser als Baumwolle?
Als Pflanze ja. Bambus kommt meist mit Regenwasser aus, während Baumwolle in vielen Gebieten die ganze Saison bewässert wird.
Wo wird das Wasser dann gebraucht?
Vor allem in der Fabrik, zum Lösen und Spülen der Zellulose und zum Färben. Färben ist der wasserintensivste einzelne Schritt.
Kann ich selbst etwas tun?
Volle Maschinen bei 30 Grad waschen. Eine halbe Maschine braucht fast so viel Wasser wie eine volle.
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