Bambusfasern – Die technische Faser der Natur
Kurze Antwort: Bambusfasern haben mehrere Eigenschaften, die man sonst mit technischer Sportkleidung verbindet. Sie leiten Feuchtigkeit von der Haut weg, helfen bei einer gleichmäßigen Temperatur, hemmen Gerüche und fühlen sich zugleich weich an. Deshalb wird Bambus oft als technische Faser der Natur bezeichnet.
Was ist eine technische Faser
Eine technische Faser ist ein Material, das für eine bestimmte Aufgabe entwickelt wurde, zum Beispiel um Schweiß beim Training abzuleiten. Meist sind das synthetische Fasern wie Polyester. Bambusviskose erfüllt mehrere dieser Aufgaben, wird aber aus Pflanzenzellulose hergestellt und fühlt sich auf der Haut eher wie gewöhnliche, weiche Kleidung an.
Feuchtigkeitstransport auf hohem Niveau
Bambusfasern nehmen Feuchtigkeit schneller auf und geben sie schneller ab als Baumwolle. Die Haut bleibt dadurch trockener, sowohl an einem langen Arbeitstag im Sitzen als auch bei viel Bewegung. Wenn die Feuchtigkeit nicht im Stoff stehen bleibt, fühlt sich die Kleidung auch nicht klamm an, und das erklärt einen großen Teil des angenehmen Tragegefühls.
Darum passt Bambus zu den Füßen
Füße schwitzen mehr als die meisten anderen Körperstellen und stecken den ganzen Tag in Schuhen. Deshalb ist das Material in Bambussocken für Herren und Bambussocken für Damen so beliebt. Socken, die Feuchtigkeit ableiten, sorgen für ein trockeneres Klima im Schuh und können so auch Gerüche im Laufe des Tages verringern.
Temperaturausgleich in beide Richtungen
Die Struktur der Faser hilft, Wärme und Feuchtigkeit vom Körper wegzuleiten, wenn Ihnen warm ist. Bei Kälte liegt der weiche Stoff eng an und hält einen Teil der Wärme. Das macht Bambus nicht zu einem Wintermaterial wie Wolle, sorgt aber für ein gleichmäßigeres Gefühl über den Tag, auch beim Wechsel zwischen drinnen und draußen.
Weniger Geruch im Alltag
Geruch entsteht, wenn Bakterien in feuchtem Stoff gedeihen. Weil Bambus Feuchtigkeit schnell ableitet, bleibt das Klima im Stoff trockener, und viele merken, dass die Kleidung nach einem langen Tag weniger riecht. Das heißt nicht, dass sie nie gewaschen werden muss, aber oft kann man sie lüften und noch einmal tragen, bevor sie in die Maschine kommt.
Weich wie Seide
Bambusviskose hat lange, glatte Fasern ohne die kleinen Schuppen, die man bei Wolle findet. Deshalb liegt der Stoff glatt auf der Haut und kratzt nicht. Viele vergleichen das Gefühl mit Seide, auch wenn sich das Material beim Waschen anders verhält. Der weiche Griff ist ein Grund, warum Bambus oft für Kleidung gewählt wird, die den ganzen Tag eng am Körper sitzt.
Weich, aber strapazierfähig
Trotz ihrer Weichheit sind die Fasern bei richtiger Pflege strapazierfähig und formstabil. Sie behalten ihre Form in Alltagskleidung wie in Sportkleidung, und der Stoff pillt weniger als viele Baumwollqualitäten. Die Schwäche liegt darin, dass die Fasern im nassen Zustand etwas empfindlicher sind. Eine schonende Wäsche ist bei Bambus deshalb wichtiger als bei den meisten anderen Materialien.
Alltag und Training
Weil Bambus Feuchtigkeit ableitet und sich weich anfühlt, eignet es sich im Büro ebenso wie beim Spaziergang. Ein Bambus T-Shirt für Herren lässt sich im Sommer allein oder im Winter als unterste Schicht tragen. Für stundenlanges, hartes Training wählen manche weiterhin synthetische Kleidung, doch für leichte Bewegung und normale Tage ist Bambus eine gute Wahl.
So pflegen Sie die Fasern
Waschen Sie bei 30 bis 40 Grad im Schonprogramm und mit mildem Waschmittel ohne Bleiche. Verzichten Sie auf Weichspüler, weil er einen Film auf die Fasern legt und den Feuchtigkeitstransport mit der Zeit schwächen kann. Trocknen Sie die Kleidung lieber auf einem Bügel oder Wäscheständer statt im Trockner, dann behält der Stoff Form und Weichheit deutlich länger.
Was Bambus nicht kann
Bambus ist kein Wundermaterial. Es trocknet langsamer als Polyester, ist nicht winddicht und wärmt bei strenger Kälte weniger als Wolle. Es ist eine gute Wahl für Kleidung nah am Körper im Alltag, und genau dort kommen seine Eigenschaften am besten zur Geltung. Wählen Sie das Material daher danach, wofür die Kleidung gedacht ist. Siehe auch Bambussocken gegen schwitzende Füße, Bambus und Temperaturregulierung und Bambus für das Training.
Häufig gestellte Fragen
Warum wird Bambus eine technische Faser genannt?
Weil es Feuchtigkeit ableitet, bei der Temperatur hilft und Gerüche hemmt, also Eigenschaften von Sportkleidung hat. Gleichzeitig fühlt es sich auf der Haut weich wie normale Kleidung an.
Ist Bambus besser als Polyester fürs Training?
Für leichte Bewegung und den Alltag funktioniert Bambus gut und fühlt sich weicher an. Bei langen, harten Einheiten trocknet Polyester schneller, es kommt also auf Ihr Training an.
Muss Bambuskleidung seltener gewaschen werden?
Viele merken, dass sie weniger riecht und zwischendurch gelüftet werden kann. Waschen Sie sie trotzdem regelmäßig und schonend bei niedriger Temperatur, damit die Fasern lange halten.
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