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Der Mythos, dass Viskose und Bambus zwei völlig verschiedene Dinge sind

Kurze Antwort: Bambus in Kleidung ist fast immer Viskose aus Bambus. Bambus ist der Rohstoff, Viskose die daraus hergestellte Faser. Es sind also keine Gegensätze, sondern zwei Glieder derselben Kette.

Rohstoff und Faser sind nicht dasselbe

Wenn auf einem Etikett Bambus steht, denken viele an ein grünes Rohr, das irgendwie direkt zu Stoff verwebt wird. So läuft es nicht. Die Bambusstängel werden zu Zellstoff, und dieser wird gelöst und zu langen Fäden gepresst. Diesen Vorgang nennt man Viskose. Deshalb steht auf der Kleidung oft Viskose aus Bambus. Bambus sagt, woher die Zellulose stammt, Viskose sagt, wie die Faser hergestellt ist.

Viskose lässt sich aus vielen Pflanzen herstellen

Viskose ist nicht an eine Pflanze gebunden. Sie kann aus Zellulose von Holz wie Buche, Eukalyptus und Kiefer hergestellt werden und ebenso aus Bambus. Die fertige Faser hat unabhängig von der Quelle viele gleiche Eigenschaften, weil die Zellulose gelöst und neu geformt wird. Der Unterschied liegt eher darin, wie die Faser gesponnen und gestrickt wird, als darin, aus welcher Pflanze sie stammt.

Warum sie sich ähnlich anfühlen

Viskose ist glatt, fällt weich und nimmt Feuchtigkeit gut auf. Das gilt auch für Viskose aus Bambus. Viele empfinden sie auf der Haut als kühl und weicher als gewöhnliche Baumwolle. Faserstärke, Drehung des Garns und Dichte des Strickstoffs bestimmen das Gefühl aber stärker als der Rohstoff. Ein dünner, dicht gestrickter Stoff fühlt sich anders an als ein lockerer, dicker, auch wenn beide Viskose sind. Das gilt etwa für Socken, bei denen das Gestrick viel ausmacht. Sehen Sie Bambussocken für Frauen.

Lyocell und Modal

Neben klassischer Viskose gibt es verwandte Fasern wie Modal und Lyocell. Auch sie bestehen aus gelöster Zellulose, werden aber mit anderen Verfahren und Chemikalien hergestellt. Bei Lyocell wird etwa ein Lösungsmittel verwendet, das im geschlossenen Kreislauf wiederverwendet werden kann. Alle drei lassen sich aus Bambus herstellen. Steht Bambus Lyocell auf einem Produkt, ist es also ebenfalls eine Zellulosefaser, nur anders hergestellt.

Was das Pflegeetikett verrät

Das Etikett muss den Fasergehalt angeben. Dort steht meist Viskose oder Viskose aus Bambus, oft mit einem kleinen Anteil Elastan, damit sich die Kleidung dehnt und wieder in Form kommt. Lesen Sie das Etikett vor dem Waschen, denn Viskose verträgt niedrige Temperaturen und schonendes Schleudern am besten. Viele Marken, etwa Turiform, geben das Material klar an, sodass man weiß, womit man es zu tun hat.

Die Begriffe richtig verwenden

Es ist weder falsch, Bambus noch Viskose zu sagen, doch am genauesten ist Viskose aus Bambus. Dann weiß man, dass es sich um eine weiche Zellulosefaser handelt, die wie Viskose gepflegt werden will. Das gilt auch für leichte, glatte Teile wie ein Unterkleid, bei dem der Fall der Faser viel dafür ausmacht, wie es unter einem Kleid sitzt. Sehen Sie Bambus Unterkleid.

Häufig gestellte Fragen

Sind Bambus und Viskose dasselbe

Bambus ist der Rohstoff, Viskose die Faser. Bambus in Kleidung ist daher fast immer Viskose aus Bambus.

Kann Viskose aus etwas anderem als Bambus bestehen

Ja. Viskose lässt sich aus Zellulose vieler Pflanzen herstellen, etwa Buche, Eukalyptus und Kiefer.

Wie wäscht man Viskose aus Bambus

Bei niedriger Temperatur und mit schonendem Schleudern. Folgen Sie immer dem Pflegeetikett.

Das gesamte Sortiment finden Sie bei Bambusbekleidung.de.