Der Mythos, Elasthan sei immer ein Zeichen billiger Qualität
Kurze Antwort: Elasthan ist kein Zeichen billiger Qualität. Ein kleiner Anteil sorgt dafür, dass sich der Stoff dehnen und zurückspringen kann, sodass die Kleidung gut sitzt und ihre Form behält. Menge und Zweck entscheiden, ob Elasthan sinnvoll ist. Hier erklären wir, was Elasthan ist, warum es eingesetzt wird und wie Sie selbst beurteilen, ob die Menge zum Zweck passt.
Was Elasthan ist
Elasthan ist eine synthetische Faser, die sich auf ein Vielfaches ihrer Länge dehnen lässt und wieder zurückspringt. Sie ist auch unter Namen wie Spandex und Lycra bekannt. Elasthan wird selten allein verwendet, sondern in kleinen Mengen mit anderen Fasern gemischt. Schon wenige Prozent können die Eigenschaften eines Stoffes deutlich verändern, sodass er den Bewegungen des Körpers folgt und nach einem Tag nicht ausbeult.
Warum Elasthan in Unterwäsche steckt
Unterwäsche soll eng anliegen, dem Körper folgen und über viele Wäschen ihre Form behalten. Reine Naturfasern und Viskose lassen sich dehnen, springen aber schlecht zurück. Deshalb werden oft etwa fünf bis zehn Prozent Elasthan zugesetzt. Das ergibt einen Stoff, der glatt sitzt und an seinem Platz bleibt. Unterwäsche aus Bambus für Frauen besteht genau aus diesem Grund meist aus Bambusviskose mit einem kleinen Elasthananteil.
Wo Elasthan nicht hingehört
In Textilien, die sich nicht dehnen sollen, ist Elasthan nicht sinnvoll. Handtücher sollen Wasser aufnehmen und robust sein, Elasthan wird dort nicht gebraucht. Dasselbe gilt für die meisten Laken und Bettbezüge, die häufig und heiß gewaschen werden. Handtücher aus Bambus sind ein Beispiel für Textilien, bei denen Saugfähigkeit und Haltbarkeit wichtiger sind als Dehnbarkeit. Der Zweck entscheidet, ob Elasthan sinnvoll ist.
Mehr ist nicht immer besser
Ein hoher Elasthananteil ergibt einen sehr straffen, elastischen Stoff, der zu Sportkleidung und formender Wäsche passt. Bei Alltagsunterwäsche kann zu viel Elasthan den Stoff jedoch weniger atmungsaktiv und wärmer machen. Die richtige Menge hängt davon ab, wofür die Kleidung gedacht ist. Lesen Sie den Fasergehalt auf dem Etikett, damit Sie wissen, was Sie bekommen, und wählen Sie nach Einsatz.
Pflege elasthanhaltiger Kleidung
Elasthan ist hitzeempfindlich. Hohe Temperaturen beim Waschen und im Trockner schwächen die Faser, sodass sie mit der Zeit an Spannkraft verliert. Waschen Sie daher bei 30 oder 40 Grad und lassen Sie die Kleidung an der Luft trocknen. Vermeiden Sie Chlor und starke Fleckentferner. Ein Bambus-Unterhemd für Frauen mit Elasthan behält seine Passform am besten bei schonender Behandlung und ohne Dehnen im nassen Zustand.
Wie Sie Qualität beurteilen
Qualität ergibt sich aus dem Zusammenspiel von Faser, Garn, Strickart und Verarbeitung. Elasthan ist ein Baustein unter vielen. Prüfen Sie, ob die Nähte sauber liegen, ob der Stoff zurückspringt, wenn Sie daran ziehen, und ob der Bund angenehm ist. Ein Kleidungsstück mit der richtigen Menge Elasthan für seinen Zweck kann von sehr hoher Qualität sein. Elasthan allein sagt nichts über den Preis aus.
Häufig gestellte Fragen
Wie viel Elasthan ist in Unterwäsche üblich
Oft zwischen fünf und zehn Prozent. Sportkleidung kann mehr enthalten.
Kann Elasthan Allergien auslösen
Das ist selten. Bei Hautbeschwerden sprechen Sie mit Ihrem Arzt.
Warum leiert der Bund aus
Hitze, Chlor und Alter schwächen das Elasthan. Schonendes Waschen verlängert die Lebensdauer.
Das gesamte Sortiment finden Sie bei Bambusbekleidung.de.
