Die Geschichte der Bambuskleidung – Von Asien nach Nordeuropa
Kurze Antwort: Bambus wird in Asien seit Tausenden von Jahren für alles Mögliche genutzt, von Häusern bis zu Papier, aber Bambuskleidung ist überraschend neu. Erst um das Jahr 2000 gelang es, Bambusviskose in großem Maßstab herzustellen, und seitdem hat sich das Material von Asien bis nach Nordeuropa verbreitet, wo es heute zu den beliebtesten Materialien für Unterwäsche, Socken und Nachtwäsche gehört.
Bambus vor der Kleidung
In China und im übrigen Asien war Bambus über Jahrhunderte ein Universalmaterial: Bauwesen, Werkzeuge, Papier und Nahrung. Doch der Halm ist hart und die Fasern sind kurz, also ließ sich daraus keine Kleidung machen. Dafür brauchte es die moderne Viskosetechnik, bei der die Zellulose aufgelöst und zu neuen, weichen Fasern versponnen wird, wie wir im Beitrag über die Herstellung von Bambustextilien erklären.
Der Durchbruch um die Jahrtausendwende
Um das Jahr 2000 wurde das Verfahren industrialisiert, und Bambusviskose kam auf den Markt. Das Material setzte sich schnell durch, weil es Weichheit mit gutem Feuchtigkeitstransport verbindet, Eigenschaften, die im Beitrag über Bambus und Temperaturregulierung näher erklärt werden.
Bambus in Nordeuropa heute
In Skandinavien haben dänische und nordische Marken das Material aufgegriffen, vor allem für Basics direkt auf der Haut. Heute finden Sie Bambus unter anderem bei JBS of Denmark, Resteröds und unserer eigenen Marke Copenhagen Bamboo. Die Auswahl reicht von Bambus Unterwäsche für Herren bis zu Bambus Nachtwäsche für Damen.
Häufig gestellte Fragen
Wie alt ist Bambuskleidung?
Als industrielles Produkt ist Bambuskleidung erst gut 20 Jahre alt. Die Bambuspflanze selbst wird in Asien seit Tausenden von Jahren für andere Zwecke genutzt.
Warum kam Bambuskleidung so spät?
Weil sich der Bambushalm nicht direkt verspinnen lässt. Erst als die moderne Viskosetechnik auf Bambus angewendet wurde, ließen sich weiche Fasern aus der Pflanze gewinnen.
Warum ist Bambuskleidung in Nordeuropa so beliebt geworden?
Weil das Material zu den nordischen Bedürfnissen passt: Es ist weich, im Winter warm, im Sommer kühl und gut zur Haut, die viele im wechselhaften Klima als empfindlich erleben.