Die Produktklassen bei OEKO-TEX
Kurze Antwort: Standard 100 teilt Textilien danach ein, wie viel Hautkontakt sie haben. Je mehr Hautkontakt, desto strenger die Grenzwerte, und die Klasse für die jüngsten Nutzer hat die strengsten von allen. Die Klasse folgt der Verwendung, nicht dem Material, und lässt sich im Zertifikat nachschlagen.
Warum es Klassen gibt
Eine Unterhose und ein Vorhang werden sehr unterschiedlich benutzt. Die eine liegt den ganzen Tag auf der Haut, der andere hängt im Fenster. Deshalb ist es sinnvoll, verschiedene Anforderungen zu stellen. Die Klassen sorgen dafür, dass die Strenge dem Hautkontakt folgt, den der Artikel im Alltag hat.
Vier Klassen nach Hautkontakt
Man unterscheidet Artikel für die jüngsten Nutzer, Artikel mit direktem Hautkontakt, Artikel, die die Haut nur wenig berühren, und Textilien für die Einrichtung wie Vorhänge und Bezüge. Die Reihenfolge geht von viel bis wenig Haut. Jede Klasse hat eigene Grenzwerte für die Stoffe, auf die geprüft wird.
Die Klasse für die Jüngsten ist am strengsten
Die Grenzen sind in der Klasse für die jüngsten Nutzer am niedrigsten, weil die Haut dünn ist. Das heißt nicht, dass die anderen Klassen lasch wären, sondern dass die Anforderungen hier so eng wie möglich gesetzt sind. Die Klasse gilt für Artikel, die genau diese Altersgruppe am Körper trägt.
Unterwäsche liegt im strengen Bereich
Slips, BHs und T-Shirts liegen den ganzen Tag auf der Haut und gehören deshalb zur Klasse mit niedrigen Grenzwerten. Das ist die Klasse, die man bei Unterwäsche und fast allem, was eng sitzt, meist sieht. Schauen Sie zum Beispiel das Sortiment von CCDK an, wo viele Artikel direkt auf der Haut sitzen.
Oberbekleidung berührt weniger
Bei einer Jacke oder einem Überhemd liegt oft eine weitere Schicht zwischen Stoff und Haut, zum Beispiel ein T-Shirt. Berührt der Artikel die Haut nur wenig, kann er zu einer anderen Klasse mit höheren Grenzen gehören. Das ist kein Zeichen für geringere Qualität, sondern spiegelt wider, wie der Artikel getragen wird.
Die Klasse steht nicht immer auf dem Etikett
Die Klasse steht im Zertifikat, nicht unbedingt im Kleidungsstück. Auf dem Etikett stehen oft nur die Nummer und der Name des Instituts. Die Abfrage der Nummer zeigt die Klasse. Es lohnt sich nachzusehen, wenn Sie wissen möchten, nach welchem Niveau Ihr Artikel geprüft wurde, zum Beispiel bei Lindbergh und Decoy.
Die Klasse folgt der Verwendung
Die Klasse hängt nicht am Material, sondern daran, wie der Artikel genutzt wird. Derselbe Stoff kann deshalb in zwei verschiedenen Klassen landen, wenn er für zwei verschiedene Zwecke dient. Ein Artikel kann die Klasse wechseln, wenn er anders genutzt wird, und der Hersteller wählt die Klasse beim Antrag auf das Zertifikat.
Höhere Klasse heißt nicht schlechtere Ware
Die Klassennummer ist keine Note. Ein Artikel in der Klasse mit dem wenigsten Hautkontakt ist nicht schlechter als einer in der Klasse mit dem meisten, er wird nur anders benutzt. Vergleichen Sie Klassen deshalb nicht als gut und schlecht, sondern als Antwort darauf, wie nah der Artikel im Gebrauch an die Haut kommt.
So nutzen Sie die Klasse als Käufer
Bei Unterwäsche und anderem, das eng sitzt, sollten Sie in der Abfrage nach der Klasse mit direktem Hautkontakt schauen. Bei Vorhängen und Bezügen bedeutet die Klasse für Einrichtung etwas ganz anderes. Nutzen Sie die Klasse als Hilfe zum Verständnis des Etiketts, nicht als einziges Kriterium, und lesen Sie immer, was das Zertifikat abdeckt.
Häufig gestellte Fragen
Welche Klasse ist am strengsten
Die Klasse für die jüngsten Nutzer. Die Grenzen sind dort wegen der dünnen Haut am niedrigsten und liegen unter denen der Klasse für Artikel mit direktem Hautkontakt bei Erwachsenen.
Kann ein Artikel die Klasse wechseln
Ja, wenn er anders genutzt wird. Die Klasse folgt der Verwendung, nicht dem Material, sodass derselbe Stoff in zwei Klassen fallen kann, wenn er im Alltag für zwei verschiedene Zwecke dient.
Bedeutet eine höhere Klasse schlechtere Ware
Nein. Es bedeutet nur weniger Hautkontakt im Gebrauch. Die Klassen sind keine Notenskala, sondern eine Möglichkeit, die Anforderungen daran anzupassen, wie nah der Artikel im Alltag an die Haut kommt.
Das gesamte Sortiment finden Sie bei Bambusbekleidung.de.




