Martindale und was die Zahl abdeckt
Kurze Antwort: Martindale ist eine Abriebprüfung, bei der der Stoff in einer bestimmten Bewegung an einem Standardstoff gerieben wird. Die Zahl ist die Anzahl der Reibungen, bevor der Stoff kaputtgeht. Sie sagt etwas über den Widerstand gegen Abnutzung, aber nicht über Komfort oder Passform.
Die Bewegung ist eine Figur
Die Probe wird in einem Muster geführt, das sich selbst kreuzt und den Stoff aus allen Richtungen trifft. Das ahmt die Abnutzung im Gebrauch besser nach als eine gerade Bewegung, weil Kleidung in Wirklichkeit in wechselnden Richtungen gerieben wird. Die Bewegung ist jedes Mal dieselbe, damit sich Proben vergleichen lassen, egal wo und wann sie geprüft wurden.
Der Standardstoff ist ein fester Faktor
Der Stoff wird an einem Standardstoff gerieben, der von Test zu Test derselbe ist. Das ist wichtig, weil eine andere Oberfläche anders abnutzen würde und die Zahlen zwischen Laboren dann nicht vergleichbar wären. Der Standardstoff gehört also nicht zu dem, was geprüft wird, sondern ist ein fester Punkt, an dem das Ergebnis gemessen wird.
Die Zahl ist eine Anzahl von Runden
Es wird gezählt, bis Fäden reißen oder ein Loch entsteht. Hohe Zahlen bedeuten hohen Widerstand gegen Abnutzung. Die Zahl ist also keine Note, sondern eine Zählung, wie oft die Probe gerieben wurde, bevor sie aufgab. Sehen Sie sich Decoy an und lesen Sie, wie Zusammensetzung und Gewicht angegeben sind, wenn Sie Stoffe vergleichen möchten.
Wann ist der Stoff kaputt
Der Endpunkt ist in der Methode festgelegt. Typischerweise ist es dann, wenn Fäden gerissen sind oder ein Loch zu sehen ist. Ohne klare Definition würden zwei Personen zu unterschiedlichen Zeitpunkten aufhören, und die Zahlen wären nicht verlässlich. Das macht die Zahl gleichmäßig genug, um Proben derselben Art miteinander zu vergleichen.
Die Zahl lässt sich nicht quer vergleichen
Möbelstoff und T-Shirt-Stoff werden mit unterschiedlichen Anforderungen gemessen. Eine Zahl ergibt nur innerhalb derselben Art Sinn. Ein Stoff mit hoher Zahl ist nicht automatisch besser als einer mit niedrigerer, wenn sie für Verschiedenes gedacht sind. Sehen Sie sich Urban Quest und Lindbergh an und vergleichen Sie nur Artikel, die für denselben Zweck gemacht sind.
Hohe und niedrige Zahlen
Die Zahlen reichen von einigen Tausend bei leichtem Strick bis zu Zehntausenden bei Möbelstoff. Eine niedrige Zahl ist für ein leichtes Stück Unterwäsche nicht an sich ein Problem, während dieselbe Zahl bei einem Sofa unannehmbar wäre. Beurteilen Sie die Zahl deshalb immer danach, wofür der Artikel gebraucht wird, und nicht nach der Zahl allein.
Was die Zahl nicht sagt
Die Zahl sagt etwas über den Widerstand gegen Abnutzung und sonst nichts. Komfort, Passform, Farbechtheit und Knötchenbildung werden mit anderen Tests gemessen. Ein Stoff kann eine hohe Zahl haben und sich trotzdem steif anfühlen oder schlecht sitzen, und ein weicher Stoff kann eine niedrigere Zahl haben. Das ist ein Grund, mehrere Angaben anzusehen und nicht nur eine.
Warum Basiskleidung selten damit geprüft wird
Bei Basiskleidung schaut man häufiger auf Knötchenbildung, Schrumpfung und Nahtfestigkeit, weil das die Dinge sind, die Kunden typischerweise erleben. Martindale ist dort am wichtigsten, wo Abnutzung das größte Risiko ist, zum Beispiel bei Möbeln. Deshalb ist es nicht ungewöhnlich, dass ein T-Shirt keine Martindale-Zahl hat, und das ist kein Zeichen dafür, dass etwas fehlt.
So nutzen Sie die Zahl
Bekommen Sie eine Martindale-Zahl in einer Spezifikation oder Produktbeschreibung, fragen Sie, welche Methode und welcher Endpunkt verwendet wurden und womit die Zahl verglichen wird. Eine Zahl ohne solche Angaben ist kaum zu gebrauchen. Mit ihnen kann sie ein nützlicher Teil des Gesamtbildes eines Stoffes sein.
Häufig gestellte Fragen
Welche Zahlen sieht man typischerweise?
Von einigen Tausend bei leichtem Strick bis zu Zehntausenden bei Möbelstoff. Was eine angemessene Zahl ist, hängt ganz davon ab, wofür der Stoff gebraucht wird.
Bedeutet eine hohe Zahl gute Kleidung?
Sie bedeutet einen widerstandsfähigen Stoff. Komfort und Passform werden damit nicht gemessen, deshalb erzählt eine hohe Zahl nur einen Teil der Geschichte.
Wird Kleidung immer mit Martindale geprüft?
Nein. Bei Basiskleidung schaut man häufiger auf Knötchenbildung, Schrumpfung und Nahtfestigkeit, weil diese Dinge öfter entscheiden, wie das Teil im Alltag hält.
Das gesamte Sortiment finden Sie bei Bambusbekleidung.de.




