Rippenstrick gegen Jersey
Kurze Antwort: Rippstrick dehnt sich stark in die Breite und zieht sich wieder zusammen, Jersey dehnt sich weniger und fällt weicher. Deshalb wird Rippstrick für Bündchen und Kanten genutzt und Jersey für die Flächen des Kleidungsstücks. Wer den Unterschied kennt, wählt leichter den Stoff, der zum Einsatz passt.
So ist Rippstrick aufgebaut
Rippstrick wird abwechselnd rechts und links gestrickt, sodass senkrechte Rippen entstehen. Diese Rippen lassen sich auseinanderziehen und springen danach wieder zurück, und daher kommt die deutliche Dehnung in die Breite. Der Stoff legt sich eng an den Körper, ohne einzuengen, und diese Eigenschaft hat normaler Jersey nur in geringerem Maß.
So ist Jersey aufgebaut
Jersey wird mit Maschen in einem glatten Muster gestrickt, das eine gleichmäßige und weiche Oberfläche ohne Rippen ergibt. Der Stoff dehnt sich weniger als Rippstrick und zieht sich nicht auf dieselbe Weise zusammen. Dafür fällt er ruhig und folgt der Körperform, ohne zu spannen, und das macht Jersey angenehm für große Flächen.
Wie stark sie sich dehnen
Wer beide Stoffe in die Breite zieht, spürt den Unterschied sofort. Rippstrick gibt stark nach und springt zurück, während Jersey nur etwas nachgibt und danach in seine Form zurückfällt. Dieser Unterschied entscheidet darüber, wo die beiden Stoffe eingesetzt werden, und warum sie sich selten gegenseitig im selben Teil ersetzen.
Wie sie fallen
Jersey hängt weich und legt sich in ruhige Falten, die der Bewegung beim Gehen folgen. Rippstrick hält die Form besser und liegt enger an, weil die Rippen den Stoff zusammenziehen. Deshalb eignet sich Jersey am besten für Vorderteil und Rücken, wo der Stoff hängen soll. Ein Beispiel sind Bambus T-Shirt-Kleider.
Rippstrick an Hals und Ärmeln
Der Halsausschnitt muss sich über den Kopf dehnen lassen und danach wieder eng am Hals abschließen. Genau das kann Rippstrick gut, weil die Rippen viel Dehnung geben und sich danach wieder zusammenziehen. Dasselbe Prinzip gilt für Ärmelbündchen und Säume, wo der Rand an seinem Platz bleiben soll. Man sieht es gut an einem Bambus Tanktop für Herren.
Jersey im eigentlichen Kleidungsstück
Vorderteil, Rücken und Ärmel werden meist aus Jersey gefertigt, weil der Stoff hängen und nicht halten soll. Ein ruhiger Fall ergibt eine schönere Silhouette als ein Stoff, der einengt, und es gibt keine Rippen, die sich unter einem Hemd abzeichnen. Das gilt auch für ein leichtes Bambus Unterhemd für Damen aus Jersey.
Wenn der Bund nachgibt
Nach vielen Wäschen können Rippenbündchen schlaff werden, weil die Spannkraft langsam nachlässt. Das gehört zum Alter des Stücks und ist an sich kein Fehler. Wasche bei der Temperatur, die das Pflegeetikett vorgibt, und hänge das Stück nicht am Halsausschnitt auf, wenn es nass ist, dann wird der Bund seltener aus der Form gezogen.
Und die Wärme
Rippstrick ist etwas wärmer als Jersey, weil die Rippen ein wenig mehr Luft halten. Der Unterschied ist klein, aber er lässt sich bei eng anliegenden Oberteilen und Unterhemden spüren, wo der Stoff direkt auf der Haut liegt. An heißen Tagen wirkt ein weicher Jersey leichter, bei Kälte gibt Rippstrick etwas mehr Wärme.
So wählst du richtig
Schau zuerst, wofür der Stoff gebraucht wird. Soll er einen Rand halten oder Hals und Ärmel eng abschließen, ist Rippstrick die richtige Wahl. Soll er das eigentliche Teil bilden und ruhig hängen, ist Jersey besser. Die meisten guten Kleidungsstücke nutzen beides, jeweils dort, wo es am meisten bringt.
Häufig gestellte Fragen
Warum werden Rippenbündchen schlaff
Die Spannkraft der Rippen lässt nach vielen Wäschen und viel Gebrauch langsam nach, und deshalb gibt der Bund stärker nach als am Anfang. Wasche nach dem Pflegeetikett und hänge das Teil an den Schultern statt am Halsausschnitt auf.
Ist Rippstrick wärmer als Jersey
Etwas, weil die Rippen mehr Luft zwischen Stoff und Haut halten. Der Unterschied ist bei eng anliegenden Oberteilen und Unterhemden am größten und spielt vor allem bei Kälte eine Rolle.
Kann ein ganzes Kleidungsstück aus Rippstrick bestehen
Ja, das sieht man vor allem bei eng anliegenden Oberteilen und Unterhemden. Dann folgt das ganze Teil dem Körper, es engt aber auch stärker ein als Jersey, deshalb wählen viele für lockere Passform lieber Jersey.
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