Was das Viskoseverfahren mit dem Rohstoff macht
Kurze Antwort: Der Viskoseprozess baut die Struktur der Pflanze ab und setzt die Cellulose als gleichmäßige Faser neu zusammen. Was am Ende herauskommt, hat nichts mehr vom ursprünglichen Aufbau der Pflanze, und das ist gut zu wissen, wenn man über Bambus als Rohstoff für Kleidung liest.
Die Struktur verschwindet
In der lebenden Pflanze sitzt die Cellulose in Zellen zusammen mit Lignin und anderen Stoffen, die dem Halm Steifheit und Festigkeit geben. Diesen Aufbau kann man nicht direkt zu Garn verspinnen. Deshalb beginnt der Viskoseprozess damit, alles zu entfernen, was keine Cellulose ist, sodass nur der Baustein bleibt, und genau dort beginnt die Verwandlung.
Das Kochen reinigt die Masse
Das Kochen geschieht mit Wärme und Chemikalien, die Lignin und andere Bestandteile auflösen. Übrig bleibt eine Masse aus fast reiner Cellulose, die eher an dickes Papier erinnert als an einen Stoff. Zu diesem Zeitpunkt ist der Rohstoff noch fest, aber er hat sich bereits so stark verändert, dass man die Form der Pflanze nicht mehr erkennt.
Die Cellulose wird flüssig
Danach wird die Masse chemisch in eine Lösung umgewandelt. Cellulose lässt sich nämlich nicht wie Kunststoff schmelzen, deshalb muss sie aufgelöst werden, um geformt werden zu können. Jetzt gibt es keine Faser, nur eine zähflüssige Masse, und diese Flüssigkeit hat mit dem Halm, aus dem sie stammt, nichts mehr gemeinsam.
Keine Faser im Zwischenschritt
An diesem Punkt lohnt es sich innezuhalten, denn hier liegt das, was viele übersehen. Zwischen Pflanze und Faser gibt es einen Schritt, in dem das Material eine zähe Masse ohne jede Struktur ist. Alles, was man im gewöhnlichen Sinn Bambus nennen könnte, ist fort. Schauen Sie sich Bambushemden für Damen als fertiges Ergebnis an.
Die Faser entsteht neu
Die Flüssigkeit wird durch eine Düse gepresst und trifft auf ein Fällbad, und erst dort entsteht die Faser. Die Cellulose fällt als fester Stoff in dünnen Fäden aus. Die Fäden werden gestreckt, gewaschen und geschnitten und danach zu Garn versponnen. Der ganze Ablauf ist darauf angelegt, eine gleichmäßige Faser zu liefern, die sich in großem Maßstab weben oder stricken lässt.
Gleichmäßig statt zellig
Baumwolle hat einen inneren Aufbau mit kleinen Hohlräumen und natürlichen Schwankungen von Pflanze zu Pflanze. Die Viskosefaser hat weder Zellen noch Hohlräume, weil sie neu gebildet wird. Sie ist deshalb von einem Ende zum anderen gleichmäßig, und das erklärt zum Teil, warum der Stoff oft weich und glatt fällt.
Der Rohstoff bleibt Bambus
Auch wenn die Faser von Grund auf neu aufgebaut wird, stammt die Cellulose weiterhin vom Bambus. Deshalb spricht man von Bambusviskose, doch der Name sagt vor allem etwas über den Rohstoff und nicht über die fertige Faser. Die fertige Faser ist chemisch dieselbe wie Viskose aus Holz, und das ist eine nüchterne und wichtige Feststellung.
Was das für den Stoff bedeutet
Wer Kleidung kauft, sollte deshalb das Etikett lesen, statt die Eigenschaften der Pflanze zu erwarten. Was darüber entscheidet, wie sich der Stoff anfühlt und wie lange er hält, sind die Faser, das Garn und die Art, wie gewebt oder gestrickt wurde. Sehen Sie sich Angebote für Damen und JBS of Denmark an.
Waschen und Pflege
Viskosefasern können empfindlicher gegenüber Hitze und grober Behandlung sein als Baumwolle, besonders wenn sie nass sind. Waschen Sie bei niedriger Temperatur, nehmen Sie ein mildes Waschmittel und vermeiden Sie das Auswringen. So behält der Stoff seine Form, und das Kleidungsstück hält länger, was am Ende der praktischste Weg ist, etwas davon zu haben.
Häufig gestellte Fragen
Ist noch Bambus in der Faser?
Die Cellulose stammt vom Bambus, aber die übrigen Stoffe der Pflanze sind im Prozess entfernt worden. Die Faser wird deshalb neu aufgebaut und hat die ursprüngliche Struktur der Pflanze nicht mehr.
Sieht man den Unterschied zwischen Viskose aus Bambus und aus Holz?
Nein. Die fertige Faser ist chemisch dieselbe, egal ob die Cellulose aus Bambus oder aus Holz stammt. Der Unterschied liegt im Rohstoff, nicht im Stoff, den man am Ende in der Hand hält.
Warum ist das so aufwendig?
Weil sich Cellulose nicht direkt verspinnen lässt. Sie muss erst aufgelöst und neu geformt werden, bevor daraus Fäden entstehen, die zu Garn gesponnen und zu Stoff gewebt werden können.
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