Was eine Garnnummer bedeutet
Kurze Antwort: Die Garnnummer sagt, wie fein das Garn ist. Eine höhere Zahl bedeutet ein dünneres Garn, und ein dünneres Garn ergibt in der Regel einen weicheren und feineren Stoff. Hier erklären wir, wie man die Zahl liest und was sie für Kleidung und Bettwäsche bedeutet.
Was eine Garnnummer ist
Eine Garnnummer ist eine Zahl, die beschreibt, wie dick oder dünn ein Garn ist. Jedes Textil besteht aus Garn, und die Dicke des Garns beeinflusst, wie der Stoff aussieht, sich anfühlt und sich verhält. Die Zahl steht selten im Shop, steckt aber hinter vielen Unterschieden, die du im Stoff spürst.
Ein umgekehrtes System
Das System ist das Gegenteil dessen, was man vermuten würde. Die Zahl sagt, wie viele Längeneinheiten auf eine Gewichtseinheit kommen. Je dünner das Garn, desto mehr Längeneinheiten gehen auf dasselbe Gewicht, und desto höher wird die Zahl. Eine hohe Garnnummer bedeutet daher ein feines, dünnes Garn und kein dickes.
So liest du die Zahl
Die Faustregel ist einfach: hohe Zahl heißt dünnes Garn, niedrige Zahl heißt dickes Garn. Das gilt, solange du Garne vergleichst, die auf dieselbe Weise gemessen wurden. Verwenden zwei Hersteller verschiedene Systeme, lassen sich die Zahlen nicht direkt vergleichen. Prüfe deshalb immer, wofür die Zahl steht, bevor du ein Urteil fällst.
Was das für das Kleidungsstück bedeutet
Die Dicke des Garns beeinflusst Oberfläche, Gewicht und Haltbarkeit. Ein dünnes Garn ergibt eine gleichmäßige, glatte Oberfläche, ein dickeres Garn wirkt gröber und robuster. Deshalb können sich zwei Kleidungsstücke aus derselben Faser völlig unterschiedlich anfühlen, allein weil das Garn unterschiedlich gesponnen wurde.
Feines Garn
Feines Garn ergibt einen glatten, weichen Stoff, ist aber aufwendiger herzustellen, weil für dasselbe Gewicht mehr Meter Garn nötig sind. Der Stoff fühlt sich oft leichter und eleganter an und liegt angenehm auf der Haut. Das passt gut zu Kleidung, die eng am Körper sitzt. Siehe Sweatwear aus Bambus.
Grobes Garn
Grobes Garn ergibt einen robusteren Stoff, der mehr Abnutzung verträgt. Er fühlt sich oft etwas solider an und kann eine gute Wahl für Kleidung sein, die viel getragen und oft gewaschen wird. Dafür ist die Oberfläche meist nicht so glatt wie bei feinem Garn, und der Stoff wirkt in der Hand etwas markanter.
Wo du der Zahl begegnest
Du stößt in Onlineshops selten auf die Garnnummer, öfter bei Bettwäsche und Hemden, wo die Feinheit des Stoffs viel ausmacht. Das gilt besonders, wenn der Hersteller etwas über die Qualität eines Stoffs sagen möchte. Sieh dir zum Beispiel Bambuslaken für verstellbare Betten und Bambushemd für Männer an.
Garnnummer und Stoffgewicht
Garnnummer und Stoffgewicht hängen nicht direkt zusammen. Ein feines Garn kann dicht gestrickt oder gewebt werden und einen schweren Stoff ergeben, während ein grobes Garn locker verarbeitet einen leichten Stoff ergeben kann. Willst du beurteilen, ob etwas dünn oder voll ist, ist das Stoffgewicht deshalb die bessere Zahl als die Garnnummer allein.
Häufig gestellte Fragen
Ist feines Garn immer besser
Für die Weichheit ja, denn feines Garn ergibt meist einen glatteren, weicheren Stoff. Für die Haltbarkeit ist es nicht unbedingt besser, weil gröberes Garn oft einen robusteren Stoff ergibt, der mehr Gebrauch verträgt.
Kann man die Garnnummer am Kleidungsstück sehen
Nein, normalerweise nicht. Die Garnnummer steht nur in den technischen Angaben des Herstellers, und die meisten Kleidungsstücke tragen sie nicht im Etikett. Du musst stattdessen den Stoff fühlen und die Beschreibung lesen.
Hängen Garnnummer und Stoffgewicht zusammen
Nicht direkt. Ein feines Garn kann dicht gestrickt oder gewebt werden und schwer ausfallen, und ein grobes Garn kann einen leichten Stoff ergeben. Deshalb solltest du beides betrachten, wenn du einen Stoff beurteilst.
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