Wenn Bambus blüht
Kurze Antwort: Bambus blüht selten, und bei vielen Arten liegen viele Jahre zwischen den Blüten. Nach der Blüte stirbt die einzelne Pflanze oft ab, und neue Pflanzen wachsen dann aus den Samen, die sie gebildet hat.
Seltene Blüte
Bei den meisten Gräsern gehört die Blüte zu jedem Jahr dazu. Bei mehreren Bambusarten vergehen dagegen Jahrzehnte zwischen zwei Blüten, und viele Gartenbesitzer erleben nie, dass ihr Bambus blüht. Das macht Bambus unter den Gräsern ungewöhnlich. Die Blüten selbst sind klein und unscheinbar und ähneln den Ähren, die man von Getreide und anderen Gräsern kennt.
Ganze Bestände gleichzeitig
Bei manchen Arten blühen Pflanzen derselben Herkunft ungefähr zur gleichen Zeit, ganz gleich, wo auf der Welt sie stehen. Pflanzen, die von derselben Mutterpflanze geteilt und in verschiedene Länder gebracht wurden, können also in denselben Jahren blühen. Das deutet darauf hin, dass der Zeitpunkt vor allem in der Pflanze selbst liegt und nicht nur von Wetter und Standort abhängt.
Die Pflanze stirbt oft
Nach der Blüte steckt die Pflanze ihre Kraft in die Samenbildung und stirbt danach oft ab. Die Halme vertrocknen, und das Wurzelwerk gibt auf. Neue Pflanzen wachsen aus den Samen, aber es dauert mehrere Jahre, bis wieder ein dichter Bestand entstanden ist. Bei einzelnen Arten überlebt ein Teil der Pflanze, doch das ist nicht die Regel.
Warum das geschieht
Forscher haben mehrere Erklärungen dafür, warum Bambus so selten und so gleichzeitig blüht, aber der Mechanismus ist nicht vollständig verstanden. Eine verbreitete Erklärung lautet, dass viele Samen auf einmal es Tieren schwerer machen, alle zu fressen, sodass mehr davon keimen. Das ist jedoch nur eine Erklärung unter mehreren, und das Thema wird weiter untersucht.
Bedeutung für den Anbau
Weil die Blüte so selten ist, kann man sich bei der Vermehrung nicht auf Samen verlassen. In der Praxis wird Bambus deshalb durch Teilung des Wurzelwerks vermehrt, wobei ein Stück mit Rhizom und Trieb für sich gepflanzt wird. Das bedeutet auch, dass viele Pflanzen im Handel von derselben Mutterpflanze stammen und deshalb gleichzeitig blühen können.
Ein Gras, das blüht
Dass Bambus überhaupt blüht und Samen wie Getreide bildet, ist eines der Zeichen dafür, dass er zu den Gräsern gehört. Die Blüten sitzen in Ähren, und die Samen ähneln Körnern. Das ist einer der Gründe, warum Botaniker Bambus zur Familie der Süßgräser zählen, auch wenn die Halme an Holz erinnern. Mehr dazu in ist Bambus Gras oder Baum.
Im eigenen Garten
Blüht ein Gartenbambus, kann die Pflanze danach absterben. Das ist selten, kommt aber vor und ist kein Zeichen für Fehler bei der Pflege. Sie können versuchen, die blühenden Halme abzuschneiden und die Pflanze zu gießen und zu düngen, oft ist es aber am besten, abzuwarten, ob neue Triebe kommen, oder eine neue Pflanze zu setzen.
Von der Pflanze zum Stoff
In der Textilherstellung werden die reifen Halme verwendet, und die Blüte spielt für den Stoff praktisch keine Rolle. Die Halme werden geschnitten, verarbeitet und zu Garn gesponnen, aus dem Kleidung und Heimtextilien entstehen. Den ganzen Weg zeigt von der Bambuspflanze zum weichen Stoff, die Textilien finden Sie unter Bambus Bettwäsche und Bambus Handtücher.
Häufig gestellte Fragen
Wie oft blüht Bambus?
Bei vielen Arten nur mit großen Abständen, oft mehreren Jahrzehnten. Viele Gartenbesitzer erleben deshalb nie, dass ihr Bambus blüht, solange sie die Pflanze haben.
Stirbt die Pflanze nach der Blüte?
Oft ja. Die Pflanze steckt ihre Kraft in die Samen und vertrocknet danach. Neue Pflanzen können aus den Samen wachsen, aber es dauert mehrere Jahre, bis sie wieder groß sind.
Bin ich schuld, wenn mein Gartenbambus blüht?
Nein. Die Blüte liegt vor allem in der Pflanze selbst und tritt oft gleichzeitig bei Pflanzen derselben Herkunft auf. Sie ist kein Zeichen für Fehler bei der Pflege.
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