Wie Bambusviskose hergestellt wird
Kurze Antwort: Die Bambusstängel werden zu Masse zerkleinert, chemisch zu einer zähen Flüssigkeit gelöst, durch feine Düsen gepresst und erstarren zu Fäden, die zu Garn versponnen werden.
Von der Pflanze zu Spänen
Der Bambus wird geerntet und maschinell zu Spänen zerkleinert. Das ist der Rohstoff, auf dem der gesamte weitere Prozess aufbaut, und hier beginnt der Unterschied zwischen Pflanze und fertigem Stoff. Die Späne müssen gleichmäßig sein, bevor sie weiterverarbeitet werden.
Kochen zu Zellstoffmasse
Die Späne werden mit Chemikalien gekocht, bis nur die Zellulose als dicke Masse übrig bleibt. Das ist derselbe erste Schritt wie bei anderer Viskoseproduktion, egal ob der Rohstoff Bambus, Buche oder Eukalyptus ist. Siehe Herstellung von Bambusviskose für den ganzen Ablauf.
Lösen zu Flüssigkeit
Die Zellstoffmasse wird chemisch zu einer zähen, spinnfähigen Flüssigkeit gelöst. Dieser Schritt macht Viskose zu einer regenerierten Faser statt zu einer Naturfaser wie Baumwolle, bei der die Fasern unterwegs nicht aufgelöst und neu aufgebaut werden.
Warum regeneriert das richtige Wort ist
Weil die Faser unterwegs vollständig umgebaut wird, spricht man von einer regenerierten Zellulosefaser statt einer Naturfaser. Der Rohstoff ist natürlich, aber der Weg der Faser von der Pflanze zum Faden ist ein chemischer und kein rein mechanischer Prozess. Siehe Fakten über Bambus.
Spinnen durch Düsen
Die zähe Flüssigkeit wird durch Düsen mit vielen feinen Löchern gepresst. Jede Düse bildet einen langen, dünnen Faden, und die Anzahl der Löcher bestimmt, wie viele Fäden gleichzeitig in der Produktion entstehen.
Erstarren im Bad
Die Fäden werden in ein Bad geleitet, wo sie von Flüssigkeit zu fester Faser erstarren. Hier wird aus der flüssigen Zellulose etwas, das einem Haar ähnelt, und dieser Schritt gibt der Faser ihre glatte Oberfläche.
Von Faser zu Garn
Die erstarrten Fäden werden zu Garn versponnen, genau wie andere Textilfasern. Von hier folgt Bambusviskose demselben Weg wie andere Viskosestoffe, durch Weben oder Stricken zum fertigen Textil.
Deshalb steht Viskose auf dem Etikett
Die Kennzeichnungsregeln verlangen, dass der Name der Faser auf der Ware steht, und nach der Verarbeitung ist die Faser Viskose, nicht Bambus. Bambus ist nur der Rohstoff, nicht das Material, das im fertigen Kleidungsstück in deiner Hand landet.
Was das für den Stoff bedeutet
Die glatte Oberfläche aus dem Düsenspinnen ist der Grund, warum sich der Stoff glatt und kühl auf der Haut anfühlt. Es ist dieselbe Eigenschaft, die du in Bambus Unterwäsche für Damen spüren kannst, wo die Weichheit direkt aus diesem Prozess kommt.
Häufig gestellte Fragen
Wie wird Bambusviskose hergestellt?
Der Bambus wird zu Masse zerkleinert, chemisch zu einer Flüssigkeit gelöst, durch Düsen gepresst und erstarrt zu Fäden, die anschließend zu Garn und weiter zu Stoff versponnen werden.
Ist Bambusviskose eine Naturfaser?
Sie ist eine regenerierte Faser. Der Rohstoff aus der Bambuspflanze ist natürlich, aber die Faser selbst wird unterwegs chemisch umgebaut und ist deshalb keine Naturfaser im klassischen Sinn.
Warum steht Viskose statt Bambus auf dem Etikett?
Weil die Kennzeichnungsregeln nach der Verarbeitung den Namen der Faser verlangen, und Bambus ist nur der Rohstoff. Nach dem Prozess ist die Faser Viskose, und dieser Name muss auf dem Etikett stehen.
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