Woraus Bambusviskose gemacht ist
Kurze Antwort: Bambusviskose besteht aus Zellulose aus der Bambuspflanze. Die Zellulose wird aus den Halmen gewonnen, chemisch gelöst und zu völlig neuen Fasern versponnen, und das Ergebnis wird nach diesem Herstellungsprozess Viskose genannt, nicht nach der Pflanze selbst.
Der Rohstoff ist die Pflanze selbst
Die Bambushalme werden zerkleinert und zusammen mit Chemikalien zu einer dicken Zellulosemasse gekocht, die eher wie Brei als wie Stoff aussieht. Zellulose ist derselbe Grundstoff, den man auch in Baumwolle und Holz findet, und genau dieser Baustein bildet den Ausgangspunkt des gesamten Prozesses. Siehe Herstellung von Bambusviskose.
Von der Masse zur Faser
Die Masse wird weiter gelöst und durch tausende winzige Düsen gepresst, wo sie in einem Bad zu langen, dünnen Fäden erstarrt. Deshalb wird Viskose als regenerierte Faser bezeichnet und nicht als Naturfaser wie Baumwolle, obwohl der Rohstoff am anderen Ende des Prozesses tatsächlich vollkommen natürlich und pflanzlich ist.
Deshalb steht Viskose auf dem Etikett
Kennzeichnungsvorschriften verlangen, dass der Name der Faser selbst auf dem Pflegeetikett steht, nicht der des Rohstoffs. Bambus ist der Rohstoff, während Viskose die Faser nach der Verarbeitung ist, und die beiden Begriffe beschreiben also zwei verschiedene Glieder derselben Kette von der Pflanze bis zum fertigen Stoff im Laden.
Die Eigenschaften stammen aus dem Prozess
Die glatte Oberfläche und das weiche Gefühl auf der Haut stammen hauptsächlich vom Spinnprozess selbst, nicht von der Pflanze, aus der die Zellulose ursprünglich stammt. Deshalb ähneln sich Viskosefasern aus verschiedenen Pflanzenquellen wie Bambus, Buche oder Eukalyptus oft viel mehr, als man aufgrund der Namen zunächst vermuten würde.
Bambus als Rohstoff hat Vorteile
Bambus wächst schnell und benötigt beim Anbau oft weniger Ressourcen als viele andere Nutzpflanzen, was ihn zu einer praktischen Zellulosequelle im großen Maßstab macht. Siehe Vorteile von Bambusviskose für mehr darüber, warum gerade diese Pflanze heute oft als Rohstoff in der Textilindustrie bevorzugt wird.
Was das für die Pflege bedeutet
Regenerierte Fasern wie Viskose vertragen im Allgemeinen weniger Hitze als Baumwolle, weil der chemische Prozess die Faser im nassen Zustand schwächer macht. 40 Grad ist die Grenze für die meisten Alltagsstücke, und schonende Behandlung verlängert die Lebensdauer spürbar. Siehe Waschen und Pflege für die konkreten Empfehlungen dazu.
Fakten gegenüber Mythen über Bambus
Über Bambustextilien kursieren viele Behauptungen, und nicht alle halten einer genaueren Betrachtung des tatsächlichen Prozesses stand. Siehe Fakten über Bambus für einen Überblick darüber, was über die Pflanze und die Faser wirklich belegt ist, getrennt von den Geschichten, die in der Werbung nur gut klingen.
Warum Bambus anderen Pflanzen vorgezogen wird
Im Vergleich zu vielen anderen Zellulosequellen benötigt Bambus beim Anbau meist weniger Bewässerung und keine Pestizide, weil die Pflanze selbst sehr robust ist. Das macht sie als Rohstoff attraktiv, auch wenn die eigentliche Verarbeitung zur Faser dieselben chemischen Schritte erfordert, unabhängig davon, mit welcher Pflanze man startet.
Der fertige Stoff in der Praxis
Sobald die Faser gesponnen und zu Stoff gewebt oder gestrickt ist, fühlt sich das Ergebnis weich und leicht fallend an, was es beliebt für Bambusunterwäsche für Herren und andere körpernahe Kleidung macht. Dieses Gefühl ist eine direkte Folge der langen, glatten Faser, die der Prozess von Anfang bis Ende erzeugt.
Häufig gestellte Fragen
Woraus besteht Bambusviskose?
Aus Zellulose der Bambuspflanze, die chemisch gelöst und zu völlig neuen Fasern versponnen wird. Der Name Viskose stammt vom Herstellungsprozess, nicht von der Pflanze, aus der die Zellulose ursprünglich stammt.
Ist Bambusviskose eine Naturfaser?
Es ist eine regenerierte Faser. Der Rohstoff, also die Bambuspflanze, ist natürlich, aber die Faser selbst wird durch einen industriellen Prozess in mehreren Schritten chemisch hergestellt.
Warum steht Viskose und nicht Bambus auf dem Etikett?
Weil die Kennzeichnungsvorschriften den Namen der Faser verlangen, nicht den des Rohstoffs. Bambus ist nur der Rohstoff am Anfang, Viskose ist die fertige Faser selbst.
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