Worum es bei einem Schweißtest an Stoff geht
Kurze Antwort: Ein Schweißtest zeigt, ob die Farbe eines Stoffes hält, wenn der Stoff durch Schweiß feucht wird. Die Probe wird in einer schweißähnlichen Flüssigkeit an weiße Stoffe gelegt, zusammengepresst und warm gelagert. Danach sieht man, wie viel Farbe auf den weißen Stoff übergegangen ist.
Warum es den Test gibt
Unterwäsche und andere Kleidung, die eng an der Haut sitzt, wird an einem ganz normalen Tag durch Schweiß feucht. Sitzt die Farbe nicht fest in den Fasern, kann sie auf die Haut oder auf andere Wäsche abfärben. Deshalb nutzt man eine feste Methode, die das im Labor prüft, bevor die Kleidung in den Verkauf kommt.
Die Flüssigkeit ahmt Schweiß nach
Der Test arbeitet mit künstlichem Schweiß, also einer Flüssigkeit, die dem körpereigenen Schweiß nachempfunden ist. Ihre Zusammensetzung ist vorher festgelegt, damit alle Labore mit derselben Lösung arbeiten. So lassen sich Ergebnisse verschiedener Proben und Lieferanten miteinander vergleichen, statt dass jeder Ort seine eigene Vorstellung davon hat, was Schweiß ist.
Darum gleich zwei Flüssigkeiten
Verwendet werden eine leicht saure und eine leicht basische Lösung, weil Schweiß nicht bei allen Menschen gleich ist. Manche haben eine eher saure Haut, andere eine eher basische, und das kann sich mit dem Tag, der Wärme und der Tätigkeit ändern. Manche Farbstoffe vertragen die eine Lösung gut, die andere schlechter, deshalb werden beide geprüft.
Die Probe liegt an weißen Stoffen
Die Stoffprobe wird mit einem weißen Begleitstoff zusammengenäht oder zusammengelegt, der die sich lösende Farbe auffangen soll. Beides wird in der Flüssigkeit getränkt. Der weiße Stoff wirkt wie ein Zeuge: Bleibt er weiß, sitzt die Farbe gut, und bekommt er einen Schimmer, ist ein Teil der Farbe weitergewandert.
Druck und Wärme beschleunigen
Anschließend wird die Probe zwischen zwei Platten gepresst und mehrere Stunden warm gelagert. Druck und Wärme ahmen Kleidung nach, die eng an einem warmen Körper sitzt, und beschleunigen den Ablauf, sodass man nicht Monate warten muss. Die Methode entspricht also langem Tragen in kurzer Zeit. Wer Unterwäsche sucht, kann Boody ansehen.
Das Ergebnis besteht aus zwei Dingen
Nach der Lagerung wird die Probe getrocknet, und zwei Dinge werden getrennt bewertet. Erstens, ob sich die Eigenfarbe der Probe verändert hat. Zweitens, wie viel Farbe auf den weißen Begleitstoff übergegangen ist. Ein Stoff kann also seine Farbe behalten und trotzdem abfärben, oder umgekehrt. Sehen Sie auch JBS of Denmark und Decoy.
So wird das Ergebnis abgelesen
Bewertet wird meist im Vergleich mit einer festen Graumaßstab-Skala, an der man die Größe des Unterschieds zwischen vorher und nachher abliest. Je kleiner der Unterschied, desto besser die Schweißechtheit. Es ist eine Beurteilung mit dem Auge unter gleichem Licht und damit ebenso wichtig wie Flüssigkeit und Wärme, denn die Bedingungen müssen jedes Mal gleich sein.
Was schlechte Schweißechtheit bedeutet
Schlechte Schweißechtheit heißt nicht unbedingt, dass die Farbe am Kleidungsstück selbst verblasst. Meistens heißt es, dass die Farbe abfärben kann, wenn der Stoff nass und warm ist. Das merkt man vor allem bei hellen Teilen, die eng an dunklen liegen, etwa einem weißen Unterhemd unter einem dunklen Hemd an einem warmen Tag.
So schonen Sie die Farben zu Hause
Bei einem neuen, dunklen Kleidungsstück ist es sinnvoll, es beim ersten Mal nur mit Wäsche in ähnlicher Farbe zu waschen. Waschen Sie bei niedriger Temperatur und lassen Sie feuchte Kleidung nicht lange im Korb liegen. Das verringert das Risiko, dass sich Farbe löst und auf etwas Hellem landet, falls der Stoff doch etwas abfärbt.
Häufig gestellte Fragen
Warum ist der Schweißtest bei Unterwäsche wichtig
Weil Unterwäsche direkt auf der Haut liegt und den ganzen Tag durch Schweiß feucht wird. Ist die Farbe nicht schweißecht, kann sie auf die Haut oder auf darüber getragene Kleidung abfärben, und das möchte man vermeiden.
Heißt schlechte Schweißechtheit, dass die Farbe verblasst
Nicht unbedingt. Es bedeutet, dass die Farbe auf andere Kleidung abfärben kann, wenn der Stoff feucht und warm ist. Ob die Farbe am Kleidungsstück selbst verblasst, messen andere Tests, zum Beispiel für Lichtechtheit und Waschechtheit.
Kann man das selbst erkennen
Ja, wenn ein helles Hemd nach einem warmen Tag unter den Armen einen leichten Farbschimmer bekommt, kann das an schlechter Schweißechtheit der darunter getragenen Kleidung liegen. Es ist aber kein Messwert, nur ein Hinweis.
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