Bambus in nordeuropäischen Gärten
Kurze Antwort: Bambus lässt sich in Dänemark und Deutschland als Hecke und Sichtschutz anbauen, und viele Arten überstehen den Winter gut. Vor dem Kauf ist vor allem der Unterschied wichtig zwischen Arten mit kriechendem Wurzelwerk und Arten, die an ihrem Platz bleiben.
Zwei Arten von Wurzelwerk
Manche Bambusarten breiten sich mit langen unterirdischen Ausläufern aus, die mehrere Meter von der Pflanze entfernt auftauchen können. Andere wachsen in einem dichten Horst und bleiben weitgehend dort, wo sie gepflanzt wurden. Der Unterschied bestimmt, wie viel Arbeit die Pflanze in den folgenden Jahren macht. Fragen Sie deshalb in der Gärtnerei immer nach der Art des Wurzelwerks.
Die Art nach dem Platz wählen
Für ein kleines Beet oder einen Kübel ist eine horstbildende Art meist die einfachste Wahl, weil sie nicht durch den Garten wandert. Soll eine größere Fläche schnell bedeckt werden, kann eine Art mit Ausläufern sinnvoll sein, dann muss sie aber eingegrenzt werden. Denken Sie auch an die Endhöhe, damit sie zu Grenze, Fenstern und Nachbargarten passt.
Rhizomsperre
Arten mit kriechendem Wurzelwerk brauchen in der Regel eine Rhizomsperre, wenn sie sich nicht im ganzen Garten ausbreiten sollen. Eine Rhizomsperre ist eine kräftige Kunststoffbahn, die senkrecht rund um die Pflanze eingegraben wird. Sie muss tief genug reichen und dicht verbunden sein, damit die Ausläufer keinen Weg hindurch finden. Prüfen Sie den Rand mehrmals im Jahr.
Wasser und Boden
Bambus gedeiht in feuchtem, aber durchlässigem Boden und braucht in trockenen Zeiten Wasser, besonders in den ersten Jahren. Steht die Pflanze zu trocken, rollen sich die Blätter ein, und das ist ein Zeichen für Wassermangel. Eine Schicht Mulch oder Laub rund um den Fuß hält die Feuchtigkeit. Vermeiden Sie zugleich Staunässe an den Wurzeln im nassen Winter.
Winter
Bambus ist immergrün und behält seine Blätter meist das ganze Jahr. In harten Wintern kann er Blätter verlieren oder braune Blätter bekommen, treibt aber in der Regel im Frühjahr wieder aus der Wurzel aus. Kalter Ostwind und gefrorener Boden setzen der Pflanze oft stärker zu als die Kälte selbst. Ein geschützter Platz im Garten bietet deshalb die besten Bedingungen.
Sichtschutz und Windschutz
Die häufigste Verwendung in Gärten ist die dichte Hecke gegen Einblicke. Bambus bildet einen leichten und lebendigen Sichtschutz, der sich im Wind bewegt und leise raschelt. Er kann auch in großen Kübeln auf der Terrasse stehen, wo das Wurzelwerk von selbst begrenzt bleibt. Im Kübel braucht er allerdings mehr Wasser und im Winter etwas Schutz für den Topf.
Keine Textilarten
Die Arten, die für Textilien verwendet werden, wachsen in wärmeren Klimazonen und sind nicht die, die Sie in einer Gärtnerei finden. Gartenbambus wird wegen seiner Winterhärte und seines Aussehens ausgewählt, nicht wegen seiner Pflanzenmasse. Bambus ist übrigens ein Gras und kein Baum, auch wenn die Halme wie kleine Stämme aussehen. Mehr dazu in ist Bambus Gras oder Baum.
Vom Garten ins Zuhause
Die Pflanze im Garten und der Stoff im Badezimmer tragen also denselben Namen, stammen aber von verschiedenen Arten und aus verschiedenen Teilen der Welt. Wenn Sie wissen möchten, welche Arten zu Fasern werden, lesen Sie welche Bambusart wird für Kleidung verwendet. Und was aus Bambus im Haushalt werden kann, zeigen Bambus Handtücher.
Häufig gestellte Fragen
Kann Bambus in Dänemark wachsen?
Ja, mehrere Arten lassen sich als Hecke und Sichtschutz in Gärten anbauen. Sie gedeihen am besten an einem geschützten Platz mit feuchtem, durchlässigem Boden und Wasser im Sommer.
Breitet er sich aus?
Arten mit kriechendem Wurzelwerk tun das, und sie brauchen in der Regel eine Rhizomsperre. Horstbildende Arten bleiben weitgehend an ihrem Platz und eignen sich besser für kleine Gärten.
Verträgt er Frost?
Viele Arten tun das. In harten Wintern können sie Blätter verlieren, treiben aber meist wieder aus der Wurzel aus, wenn der Frühling kommt und der Boden wärmer wird.
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