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Das Wurzelwerk des Bambus

Kurze Antwort: Bambus wächst aus einem unterirdischen Wurzelwerk, und deshalb kann die Pflanze geerntet werden, ohne abzusterben. Neue Triebe kommen Jahr für Jahr aus der Wurzel, sodass nach der Ernte nicht neu gepflanzt werden muss.

Die Wurzel bleibt

Wenn ein Halm geschnitten wird, bleibt das Wurzelwerk im Boden. Es besteht aus dicken, waagerechten Sprossachsen unter der Erde, den sogenannten Rhizomen, und den feinen Wurzeln, die daran sitzen. Das Wurzelwerk speichert Nährstoffe und schickt in der nächsten Saison neue Triebe nach oben. Was man über der Erde sieht, ist also nur ein Teil der Pflanze.

Jedes Jahr neue Triebe

Jedes Jahr wachsen neue Halme aus dem Wurzelwerk. Sie erreichen ihre volle Höhe innerhalb einer einzigen Saison und werden in den folgenden Jahren fester und härter. So kann ein Wurzelwerk viele Halme unterschiedlichen Alters zugleich tragen, und die Pflanze erneuert sich selbst, ohne dass jemand säen oder pflanzen muss.

Deshalb braucht die Ernte keine Neupflanzung

Anders als ein Baum, der gefällt und durch einen neuen ersetzt werden muss, lebt die Bambuspflanze nach der Ernte weiter. Man schneidet die reifen Halme und lässt die jüngeren stehen, damit das Wurzelwerk weiter Blätter zum Leben hat. In der nächsten Saison kommen neue Triebe aus derselben Wurzel. Wie schnell das geht, zeigt wie schnell wächst Bambus.

Zwei Arten von Wurzelwerk

Manche Arten breiten sich mit langen Ausläufern unter der Erde aus, die ein gutes Stück von der Mutterpflanze entfernt austreiben können. Andere bilden dichte Horste, in denen die neuen Triebe nahe bei den alten erscheinen. Welche Art des Wurzelwerks eine Pflanze hat, bestimmt, wie ein Bestand wächst und wie viel Platz er in einer Plantage oder einem Garten braucht.

Im Garten

Kriechendes Wurzelwerk kann sich weit ausbreiten und braucht in der Regel eine Rhizomsperre, damit die Pflanze nicht in Beete, Rasen oder den Nachbargarten wandert. Horstbildende Arten lassen sich leichter an ihrem Platz halten. Wenn Sie Bambus pflanzen möchten, fragen Sie in der Gärtnerei nach der Art des Wurzelwerks, bevor Sie Standort und Pflanzen wählen.

Ein Gras mit Wurzelwerk

Das Wurzelwerk ist einer der Gründe, warum Bambus zu den Gräsern gehört und nicht zu den Bäumen. So wie Rasen gemäht werden kann und nachwächst, kann Bambus geerntet werden und aus der Wurzel neu austreiben. Der Unterschied ist die Größe, denn Bambus wird viel höher, und seine Halme sehen wie Stämme aus. Mehr dazu in ist Bambus Gras oder Baum.

Von der Pflanze zum Stoff

Sind die Halme geerntet, beginnt der Weg zum Textil. Sie werden geschnitten, zerkleinert und verarbeitet, bis die Zellulose zu Garn gesponnen und zu Stoff gestrickt werden kann. Das Wurzelwerk spielt in diesem Teil keine Rolle, sorgt aber dafür, dass es beim nächsten Mal neue Halme gibt. Den ganzen Weg zeigt von der Bambuspflanze zum weichen Stoff.

Warum das für Textilien interessant ist

Dass die Pflanze nach der Ernte weiterlebt, ist einer der Gründe, warum Bambus als Rohstoff für Fasern genutzt wird. Für Sie als Trägerin oder Träger zählen im Alltag aber Stoffgewicht, Strickart und Passform. Die Textilien finden Sie unter Bambuskleidung für Damen und Bambuskleidung für Herren.

Häufig gestellte Fragen

Stirbt Bambus, wenn er geerntet wird?

Nein. Das Wurzelwerk bleibt beim Schneiden der Halme im Boden und schickt in der nächsten Saison neue Triebe nach oben. Die Pflanze lebt deshalb ohne Neupflanzung weiter.

Warum breitet sich Bambus aus?

Weil manche Arten lange unterirdische Ausläufer haben, die ein gutes Stück von der Mutterpflanze entfernt austreiben können. Andere Arten bilden dichte Horste und bleiben an ihrem Platz.

Braucht man eine Rhizomsperre?

Bei Arten mit kriechendem Wurzelwerk ist eine Rhizomsperre im Garten in der Regel nötig. Horstbildende Arten bleiben nahe bei der Mutterpflanze und kommen meist ohne aus.

Das gesamte Sortiment finden Sie bei Bambusbekleidung.de.

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