Warum sich Bambusviskose weich anfühlt
Kurze Antwort: Die Weichheit kommt von der glatten Oberfläche der Faser und davon, wie fein sie ist. Feine, glatte Fasern biegen sich leichter und stechen nicht in die Haut.
Die Oberfläche der Faser
Viskosefasern werden durch Düsen gesponnen und haben deshalb eine glatte, gleichmäßige Oberfläche rundherum. Baumwollfasern sind dagegen in ihrer natürlichen Form gedreht und rau. Dieser Unterschied in der Oberfläche ist direkt spürbar, wenn der Stoff an der Haut liegt. Siehe Fakten über Bambus.
Die Feinheit der Faser
Je feiner eine Faser ist, desto leichter biegt sie sich, statt starr von der Stoffoberfläche abzustehen. Deshalb fühlt sich ein Stoff aus feinen Fasern weicher an als einer aus groben Fasern, selbst bei genau demselben Stoffgewicht und derselben Webart.
Warum Feinheit mehr zählt als Dicke
Nicht die Gesamtdicke des Stoffs entscheidet über die Weichheit, sondern wie dünn der einzelne Faden ist. Zwei Stücke können gleich viel wiegen, aber wenn eines aus feineren Fasern besteht, fühlt es sich trotzdem weicher auf der Haut an, weil jeder einzelne Faden sich leichter bei Bewegung biegt.
Keine freistehenden Faserenden
Grobe Fasern stehen oft in kleinen Enden von der Stoffoberfläche ab, was sich als leichtes Kratzen auf der Haut anfühlen kann, besonders an Nähten und Kanten, wo der Stoff sich mehrfach faltet. Feine Fasern legen sich stattdessen entlang der Oberfläche, und du spürst deshalb nicht dieselben spitzen Punkte. Siehe Bambus Unterwäsche für Damen.
Es wird mit der Zeit weicher
Neue Textilien haben oft eine leichte Appretur ab Werk, die die Oberfläche etwas steifer macht, als sie später im täglichen Gebrauch sein wird. Nach ein paar Wäschen ist die Appretur ausgewaschen, und die Fasern liegen freier zueinander im gesamten Gewebe.
Warum die ersten Wäschen einen Unterschied machen
Der Stoff fühlt sich deshalb nach zwei bis drei Wäschen weicher an als brandneu aus der Verpackung. Das ist ein normaler Vorgang und kein Zeichen sinkender Qualität, sondern eher, dass der Stoff seine natürliche Form findet. Siehe Waschen und Pflege.
Weichspüler ist unnötig
Der Stoff ist wegen der Fasereigenschaften ohnehin schon weich, weshalb es keinen echten Gewinn bringt, mit Weichspüler eine zusätzliche Schicht aufzulegen. Diese Schicht legt sich stattdessen außen auf die Fasern und kann den natürlichen Feuchtigkeitstransport dämpfen.
Waschen und Weichheit hängen zusammen
Richtiges Waschen ohne Weichspüler bewahrt sowohl die Weichheit als auch die Fähigkeit, Feuchtigkeit aufzunehmen, während falsches Waschen beides über die Zeit verschlechtern kann, selbst bei einem Stoff, der von Anfang an weich und angenehm zu tragen ist. Siehe Bambus Unterwäsche für Herren als Beispiel.
Häufig gestellte Fragen
Warum ist Bambusviskose weich?
Weil die Fasern fein sind und eine glatte Oberfläche aus dem Düsenspinnen haben, sodass sie sich leicht biegen statt starr abzustehen, und sie deshalb nicht in die Haut stechen.
Wird es mit der Zeit weicher?
Ja. Nach ein paar Wäschen ist die leichte Appretur ab Werk ausgewaschen, und die Fasern liegen freier zueinander, wodurch sich der Stoff weicher anfühlt als ganz neu.
Soll man Weichspüler bei Bambusviskose verwenden?
Nein. Der Stoff ist ohnehin schon weich, und Weichspüler legt eine Schicht auf die Fasern, die den natürlichen Feuchtigkeitstransport dämpfen kann, ohne den Stoff spürbar weicher zu machen.
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